Begleitung bei bestehender Herzerkrankung

Viele Menschen leben mit einer Herzerkrankung, die gut behandelt ist — nach einem Infarkt, mit einer Herzschwäche, einem Vorhofflimmern oder einer koronaren Herzkrankheit, unter einer leitliniengerechten Therapie. Und doch bleibt oft eine Frage offen: Was treibt diese Erkrankung an, und lässt sich daran etwas tun? Die Begleitung bei bestehender Herzerkrankung ist als zweiter Blick gedacht — nicht anstelle der laufenden Behandlung, sondern neben ihr.

Die Arbeit an den Ursachen

Die etablierte Behandlung führt die Erkrankung — sie senkt den Blutdruck, kontrolliert den Rhythmus, schützt vor Komplikationen, und sie ist und bleibt die Grundlage. Der funktionelle Blick fragt ergänzend, woraus die Erkrankung sich speist, und arbeitet an eben diesen Wurzeln. Das sieht je nach Erkrankung verschieden aus.

Bei der koronaren Herzkrankheit heißt das, über die Senkung des Cholesterins hinauszuschauen: auf die Entzündung als eigenständigen Treiber der Verkalkung, auf ein erhöhtes Lipoprotein(a), auf den oxidativen Stress, der die Gefäßwand belastet. Beim Vorhofflimmern rückt das Milieu in den Blick, das die Rhythmusstörung begünstigt — der Blutdruck, der Stoffwechsel, das stoffwechselaktive Fett am Herzen, die autonome Balance —, dessen Behandlung nachweislich auch den Erfolg einer Rhythmustherapie verbessert. Bei der Herzschwäche, besonders in ihrer steifen Form, ist es die metabolisch-entzündliche Last — Gewicht, Insulinresistenz, Entzündung —, an der sich ansetzen lässt. In jedem Fall geht es darum, der etablierten Therapie eine zweite Ebene hinzuzufügen: die Arbeit an den Ursachen.

Wie das abläuft

Am Anfang steht eine gründliche Bestandsaufnahme — der bestehenden Diagnose, der laufenden Behandlung und, mithilfe der funktionellen Diagnostik, der Treiber, die bislang vielleicht unbeachtet blieben. Daraus entsteht ein ergänzender Plan, der eng auf die bestehende Therapie abgestimmt ist und sie an keiner Stelle untergräbt. Bestehende Medikamente werden nicht eigenmächtig verändert; Anpassungen erfolgen stets in Abstimmung mit den behandelnden Ärzten.

Ein Termin

Wer eine bestehende Herzerkrankung um den Blick auf ihre Ursachen erweitern möchte, ist zu einem Gespräch eingeladen. Termine lassen sich telefonisch, per E-Mail an [email protected] oder über die Website vereinbaren; die Praxis liegt am Jungfernstieg in Hamburg.

Verwandte Themen: koronare Herzkrankheit · Vorhofflimmern · Herzschwäche · funktionelle Diagnostik.